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11.07.2026 - von Andreas Bachmann
"... Strategisch müsste der Fokus der Gewerkschaften auf der Stärkung der gesetzlichen Rentenversicherung, der Konsolidierung der wirtschaftlichen Basis der Umlagerente und der Ausweitung sozialer Komponenten innerhalb der GRV liegen. (...) Betriebliche und private Vorsorge sollten für gewerkschaftliche Initiativen bestenfalls Nebenkriegsschauplätze sein: Als kapitalgedeckte Vorsorgeformen hängen sie beide an der Volatilität der Kapitalmärke. Und einen Spielraum für Entgeltumwandlung (bAV) und privates Sparen hat nur eine Minderheit der lohnabhängigen Haushalte. (...) Aktuell muss der Arbeitgeber, der ja auch Sozialbeiträge spart, nur 15 Prozent des Umwandlungsbetrags in die bAV einbringen. Das entspricht im Regelfall noch nicht einmal seinen eingesparten Sozialversicherungsbeiträgen. Diesen Wert kann man für den Arbeitgeber aufwandsneutral weiter erhöhen. (...) Der DGB-Vorschlag ist in der Sache mindestens unüberlegt und taktisch ein Schuss ins Knie. Der Vorstoß stärkt die Agenda der Konservativen, die auf Kapitalmarktdeckung setzt. Ein Beitrag zur Verteidigung der gesetzlichen Rentenversicherung ist das nicht – aber ein schlechter Einstieg in die kommende Kampagne gegen den Sozialabbau..." Artikel von Andreas Bachmann (pdf) in express – Zeitung für sozialistische Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit Ausgabe 6/2026 unter: Link
Siehe aktuelle Hintergründe im Dossier von Labournet.de
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