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Armut nimmt zu

01.08.2005 - von Hanne Schweitzer

Seit 2002 sind 1,5 Millinen sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze verloren gegangen.
Niedrige Löhne, Armutsrenten und eine Aushöhlung der sozialen Sicherungssysteme sind die Folge.
13% der Bundesbürger leben in Armut. Über drei Millionen Haushalte sind verschuldet. 800.000 Menschen sind obdachlos. 7 Millionen sind arbeitslos oder geringfügig beschäftigt. Ca. 200.000 haben keine Krankenversicherung.
Von 1991 bis 2004 sind die Einkommen von Lohnempfängern nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben um fünf Prozent gesunken.
Im gleichen Zeitraum haben sich die Einkommen aus Unternehmensgewinnen und Vermögen netto um 60 Prozent erhöht.

Kombiniert man diese Meldung mit den Zahlen des Armutsberichts der Bundesregierung wird das Bild noch elender:

Die privaten Haushalte verfügen über Vermögen von 5 Billionen Euro. Zwei Drittel davon gehören 20 % der Haushalte. Das restliche Drittel teilen sich 80% der Haushalte. 80% der Haushalte teilen sich sich also 1 Billion. 20% der Haushalte verfügen über 4 Billionen.

38 Mio. abhängig Beschäftigte erwirtschafteten letzten Jahr ein Bruttoinlandprodukt von 22 Billionen Euro. Das ist die drittgrößte Summe der Welt hinter USA und Japan, und das sind 680 Mia. Euro mehr als 1991. = 578.000 € pro Beschäftigtem.

Quelle: FAZ, 1.8.2005

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