Diskriminierung melden
Suchen:

Köln: Oben bleiben - statt Tunnel bauen -Demo zur Ratssitzung

08.10.2026 - von OBEN BLEIBEN VERKEHRSwENDE JETZT

Liebe Unterstützer*innen unserer Petition „Oben bleiben mit der Straßenbahn! Verkehrswende statt Tunnel!“,
es geht weiter mit unseren Aktionen für eine Verkehrswende in Köln:

Wir laden ein zur Kundgebung am 08. Oktober 2026 von 17:30 Uhr – 18:30 Uhr auf dem Theo-Burauen-Platz in Köln, vor dem Rathaus Span. Bau

Die Ratssitzung beginnt an diesem Tag bereits um 15:30 Uhr.

Viele von euch haben in der Vergangenheit den Wunsch geäußert, die Proteste und Kundgebungen zu einer späteren Uhrzeit – also nicht direkt vor der Ratssitzung - zu machen, sodass es für Berufstätige leichter ist, teilzunehmen. Vom Theo-Burauen-Platz aus sind wir im Rathaus ganz gut zu hören. Und es ist auch für die Ratsmitglieder möglich, die Sitzung kurz zu unterbrechen und zu uns zu kommen. Also versuchen wir es mal mit der späteren Uhrzeit.


Stand der Dinge:

Die Planungen für die Ertüchtigung der Ost-West-Achse gehen leider weiter. Denn es gibt bisher keinen Ratsbeschluss, der diese stoppen könnte und müsste. Hingegen mehren sich die Stimmen von Ratsmitgliedern dahingehend, dass der Tunnel nicht käme…auch nicht die 90-m-Bahnen.

Gleichwohl sind im städtischen Haushaltsentwurf, der im November verabschiedet werden soll, für die Jahre 2027 und 2028 knapp 13 Mio. € Planungsgelder für die Ost-West-Achse veranschlagt. Weitere 43,1 Mio.€ sind in der Mittelfristigen Finanzplanung 2029-2031 vorgesehen, in Summe sollen es bis 2031 also 56,1 Mio. € werden. Dabei wurden bisher schon 25,8 Millionen dafür verpulvert.

Gleichzeitig ist Köln nicht nur pleite, sondern rechnet bereits im Jahr 2027 mit einem Defizit von über
800 Mio. €. Der Bericht der Stadtdirektorin und Kämmerin, Dörthe Diemert, anlässlich der Einbringung des Haushalts in den Rat am 02.09. war dramatisch. Bis 2029 wird das Finanzloch an der Milliardengrenze kratzen, so Diemert.
Darin sind u.a. enthalten: jedes Jahr 40 Millionen Abzahlung für die Sanierung der städtischen Bühnen, und nicht zu vergessen die drei Millionen Euro, die nur für das Eröffnungsfest ausgegeben wurden, während die Zuschüsse für Bürgerzentren um 28 Prozent gekürzt wurden und die Fahrtkostenzuschüsse für behinderte Schülerinnen und Schüler fast vollständig gestrichen wurden.

Neben strukturellen Problemen – es kommt zu wenig Geld vom Land – gibt es jedoch auch hausgemachte Probleme, nämlich finanziell und zeitlich ausufernde Großprojekte. Dazu gehören auch Projekte wie die Nord-Süd-Stadtbahn, welche den städtischen Haushalt 1,2 Milliarden € kosten wird. Trotzdem will man die Finger nicht vom nächsten Großprojekt, der Ost-West-Achse, lassen. Ein „Weiter so“ wäre katastrophal für die Finanzen sowie das Klima in Köln. Der Rat muss sofort die Planungen zur Ost-West-Achse stoppen, ob Tunnel oder 90-m-Langzüge. Beides geht in die falsche Richtung.

Auch für die Rückkehr zum Normalfahrplan sieht es nicht gut aus. Personal ist nun ausreichend vorhanden, jetzt fehlen intakte Bahnen. Ohne Normalfahrplan gibt es jedoch auch keine Förderung, da es ja nur Zuschüsse für eine Kapazitätserhöhung gibt.

Deshalb ist es dringender als je zuvor, die Ost-West-Achse unter Beibehaltung der 60-m-Bahnen mit Taktverdichtung und versetzten Doppelhaltestellen an Neumarkt und Heumarkt jetzt schnell, kostengünstig, klimafreundlich und barrierefreier umzusetzen. Dabei entstehen mehr Kapazitäten als bei allen bisher geplanten städtischen Varianten. Fordern wir diese weiter ein!

Schreibt weiterhin die Ratsmitglieder entsprechend an (E-Mail-Adressen findet ihr auf unserer Webseite Microsoft Word - Liste Mailadressen aller Ratsmitglieder Mai 2026 2 ), sendet gerne auch Leser:innenbriefe an den KSTA.

Und kommt am 08.10.26 zu unserer Kundgebung mit offenem Mikrofon.

Euer Bündnis Verkehrswende Köln

P.S. Am 03.10.2026, Treffpunkt 11.00 Uhr in Deutz zwischen Hohenzollern- und Deutzer Brücke, soll eine Menschenkette für den Klimaschutz gebildet werden. „Es brennt! Gemeinsam aufstehen!“ heißt es in vielen Städten Deutschlands. Wir sind dabei und laden euch auch zu dieser klimapolitisch außerordentlich wichtigen Aktion ein.

Quelle: OBEN BLEIBEN