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Belgien: Streik nicht nur am Brüsseler Flughafen

Foto: H.S.

Belgien - 12.05.2026

Landesweiter Streik- und Protesttag in Belgien am 12. Mai: 40.000 protestieren in Brüssel gegen die Angriffe der Regierung "Arizona", Streik v.a.im Verkehr
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Der Flughafen Charleroi südlich der Hauptstadt Brüssel hat für Dienstag vorsorglich alle Starts und Landungen gestrichen. Auch der Flughafen Brüssel rechnet mit zahlreichen Flugausfällen. Mehrere Gewerkschaften protestieren gegen Pläne für Kürzungen bei den Renten und Sozialleistungen.
Diese Nachricht wurde am 11.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.



Große Mobilisierung in Belgien gegen die Sozialabbaupläne der Regierung

Am 3. Februar 2025 wurde die Regierung „Arizona“ vereidigt. Seitdem versucht sie mit allen Mitteln, alle länger arbeiten zu lassen für weniger Geld, neben anderen Sparmaßnahmen.

Doch sie stößt auf anhaltenden Widerstand. Die soziale Bewegung hält stand gegen die verstärkten Angriffe der Regierung De Wever-Bouchez. Mit dem 12. Mai findet bereits die 15. nationale Mobilisierung statt.

75.000 Menschen füllten die Straßen Brüssels: Arbeiter und Angestellte des öffentlichen und privaten Sektors, Metallarbeiter, Pflegekräfte, Lehrer, Beschäftigte des öffentlichen Dienstes, des Vereinswesens, der Kulturbranche, Jugendliche, feministische, demokratische und Friedensbewegungen.

Eines ist klar: Die Sozialabbaupläne der Regierung kommen immer noch nicht an.

Fabio, Metallarbeiter: „Bei uns gibt es Leute, die mit 60 schon völlig erschöpft sind. Also 67 Jahre … das ist nicht möglich. Wir mobilisieren seit 18 Monaten und haben die Regierung schon mehrfach zurückgedrängt. Also geben wir nichts auf.“

Juliette, Angestellte im öffentlichen Dienst: „Sie haben 500 Euro mehr Kaufkraft versprochen. Davon haben wir nichts gesehen. Wir sehen aber, wie die Preise steigen: Sprit, Lebensmittel, alles wird teurer. Alles steigt – nur unsere Löhne nicht. Und währenddessen geben sie Milliarden für den Krieg aus. Das ist nicht das richtige Modell.“

Patrick, Pflegekraft: „Ich arbeite in einem Altenheim. Das ist ein harter Job. Mein Rücken weiß das, meine Schultern wissen das, meine Knie wissen das. Die Einzigen, die es nicht zu bemerken scheinen, sind die Minister. Wir können diese Angriffe auf unsere Renten nicht akzeptieren. Und wir werden so oft wiederkommen, wie nötig ist.“

Claire, Lehrerin: „Wenn ich höre, dass nie Geld für die Bildung da ist, um unsere Arbeit zu erleichtern, aber Geld da ist für Kriege, die nicht unsere sind, dann empört mich das.“
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Quelle: DLF, Labournet, PvdA