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Vor vielen Jahren: Deutsche Wehrmacht kapitulierte

Foto: H.S.

08.05.2026 - von Hanne Schweitzer

Befreiungsparty statt Nazi-Mythos
Der 8. Mai soll endlich Feiertag sein und rechte Aufmärsche gehören blockiert: In der Kleinstadt Demmin gibt es erstaunlich große Proteste
Sebastian Weiermann für ND Die Woche unter: 07.05.2026, 18:00 Uhr Link

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Zum 81. Mal beging Russland die Feierlichkeiten zum Sieg über den Faschismus am 9. Mai.
Zur Erinnerung:
NS - Deutschland verlor in diesem größten Krieg ca 4 Millionen Zivilisten und 3 Millionen Soldaten.
Sowjetunion verlor nach neueren Statistiken zwischen 25 und 27 Millionen Menschen.
Im Deutschen Reich ließen die Nazis Millionen Sowjetbürger in Lagern verhungern.

Während deutsche Meinungsmedien diesen großen antifaschistischen Sieg der SU bis heute herunterspielen und mittlerweile sogar Geschichtsfälschungen bedienen, bewahrt Russland die Erinnerung an den Sieg über den Nazi-Überfall. Erstmals gab es dieses Jahr kein militärisches Gerät zu sehen, erstmals nahm Verteidigungsminister Belussow die Parade in Zivil ab. Diese Veränderung beim Aufmarsch war der Angst vor ukrainischen Drohnenangriffen geschuldet.

Siegesparade in Moskau auf dem Roten Platz
youtube unter: Link

Ausländische Staats- und Regierungschefs schließen sich Putin am Grab des unbekannten Soldaten an
youtube unter:Link

Putins Pressekonferenz - Ex-Kanzler Schro?der wird als Vermittler gewu?nscht
Siehe Video in deutscher Übersetzung:
youtube unter: Link

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- Die WELT erwähnt die bedingungslose Kapitulation der Deutschen Wehrmacht vor 79 Jahren in ihrer Printausgabe am 8. Mai 2024 mit keinem Wort. Es ist auch kein Satz zu finden, in dem vom "Tag der Befreiung" oder Ähnlichem die Rede ist.

- Die BILD verliert ebenfalls kein Wort über das historische Ereignis.

- Die Frankfurter Allgemeine Zeitung veröffentlicht auf Seite 8, die dem Zeitgeschehen gewidmet ist, in der Rubrik "Fremde Federn" einen Text mit der Überschrift: "Die doppelte Botschaft des 8. Mai" Er beginnt so: "Am 8. Mai 2024 wird der Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs in Europa zum dritten mal während des neuen großen Krieges auf dem Kontinent, des russischen Krieges gegen die Ukraine, begangen. ... Während 2014 in teilen der deutschen Öffentlichkeit und Politik noch die Fehlwahrnehmung verbreitet war, dass die sowjetischen Opfer mit russischen Opfern gleichzusetzen seien, und eine historische Schuld und Verantwortung vor allem gegenüber Russland bestehe, werden neben den russischen heute auch ukrainische, belarussische und andere ehemals sowjetische Opfer des deutschen Vernichtungskriegs stärker beachtet. in Russland wird das als Bedrohung angesehen, weil man um den Verlust der Deutungshoheit über die Geschichte des „Großen Vaterländischen Krieges“ fürchtet. ..."
Deutsch-Ukrainische Kommission
Der Kommission gehören Guido Hausmann,Tanja Penter, Miloš ?ezník, Martin Schulze Wessel, Kai Struve, Ricarda Vulpius und Anna Veronika Wendland von der deutschen sowie Polina Barwinska, Gelinada Grintschenko, Wladyslaw Hrynewytsch, Jaroslaw Hryzak, Olexandr Lysenko, Jurij Schapowal und Ihor Schtschupak von der ukrainischen Seite an."

- Die Neue Zürcher Zeitung: Kein Wort

- Die Rheinische Post: Sonderseite!

DFG: Über Militarismus und Pazifismus
Der linksliberale Erzdemokrat Ludwig Quidde (1858-1941) war ab dem Ersten Weltkrieg 15 Jahre lang Vorsitzender der Deutschen Friedensgesellschaft und erhielt 1927 den Friedensnobelpreis. Er schrieb schon 1893 die heute leider wieder hochaktuelle Warnung:
„Jede Stärkung des Militarismus kommt schließlich reaktionären Bestrebungen zugute, und will man einer freieren Auffassung im Staatswesen die Bahn öffnen, so muss man entschlossen den Militarismus angreifen; denn in ihm steckt der Kern und der Halt des im Grunde doch noch immer halbdespotischen Systems. … Mit dem brutalen Übermute des Siegers wird der Militarismus unserem Kulturleben, der bürgerlichen Gesellschaft und der Freiheit den Fuß auf den Nacken setzen und wird unser wirtschaftliches Leben für seine Zwecke ausnützen.“
Die hier vorgelegte Sammlung enthält vier Schriften Quiddes über Kriegsideologie und Pazifismus: „Der Militarismus im heutigen Deutschen Reich“ (1893); „Caligula“ (Skandal-Satire, 1894); „Geschichte des Pazifismus“ (Überblick, 1922); „Im Kampf gegen Cäsarismus und Byzantinismus im Kaiserlichen Deutschland“ (Erinnerungen, 1926).
Ludwig Quidde: Vier Texte aus dem Jahren 1893-1926. Deutsche Friedensgesellschaft Link


Diese Seite erschien auf .altersdiskriminierung.de zuerst am 8.Mai 2024

Quelle: Büro gegen Altersdiskriminierung + diverse, ND Die Woche