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Köhler gegen Altersdiskriminierung des Humanvermögens

08.12.2005 - von Hanne Schweitzer

Der Bundespräsident hat die Tarifparteien aufgefordert, Maßnahmen gegen die ALTERSDISKRIMINIERUNG auf dem Arbeitsmarkt zu ergreifen. "Das von den Älteren gebildete Humanvermögen wird noch längst nicht gut genug genutzt", sagte er bei der Eröffnung des "Forum Demographischer Wandel" in Berlin.

"Was ist das für ein Land, in dem wir bald bis 67 arbeiten sollen, in dem aber viele schon mit 50 keine Stelle mehr finden, weil die Unternehmensleitungen eine, ´vergreisende Belegschaft' befürchten oder weil sie vorrechnen, ältere Mitarbeiter kosteten sie zu viel?" Herr Bundespräsident, diese Frage ist leicht zu beanworten. Das Land heißt Bundesrepublik Deutschland und die Tatsache, dass ältere Beschäftigte ihren Arbeitsplatz verlieren und keinen neuen mehr finden ist schon seit Beginn der 80iger Jahre des letzten Jahrhunderts bekannt.

Und da wir gerade bei der Vergangengenheit sind: Das "Forum demographischer Wandel", das sich künftig mit den unterschiedlichen Auswirkungen der alternden Gesellschaft beschäftigen möchte, hätte schon Ende des 19. Jahrhunderts eingerichtet werden können. Damals begann er nämlich, der demografische Wandel, an dem auch die pronatalistische Familienpolitik Adolf Hitlers NICHTS geändert hat.

Quelle: Die Welt, 7.12.05

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